FFXIV Relikt-Waffen gehören zu den schönsten Glamour-Stücken im ganzen Spiel – der Weg dorthin führt allerdings durch zwei der umstrittensten Gebiete, die Square Enix je gebaut hat: The Forbidden Land, Eureka (Stormblood) und den Bozjan Southern Front / Zadnor (Shadowbringers). Beides sind offene „Field Operations" mit eigenem Levelsystem, eigenen Währungen und einem Grind, der sich pro Waffe in Dutzenden Stunden misst. Dieser Guide zeigt, was jede Stufe tatsächlich an Zeit kostet, wo die echten Mauern stehen – und in welchen wenigen Momenten ein gekaufter Carry eine vernünftige Rechnung ist statt purer Sturheit.
Eureka-Relikte (Stormblood): die Eurekan Magia Weapons
Eureka besteht aus vier Gebieten – Anemos, Pagos, Pyros und Hydatos – und du steigerst dort ein elementares Level mit Cap 60, das völlig unabhängig von deinem Job-Level läuft. Die Reliktreihe liefert hier die Eurekan Weapons und am Ende deren Eureka Effulgent-Formen mit dem dicken Leuchten. Die Währung, auf die es ankommt, sind protean crystals und die gebietseigenen Kristalle (anemos, pagos, pyros, hydatos crystals) – alles Drops aus Mobs und aus NM-Zügen (Notorious Monster).
So sieht der Grind konkret aus:
- Anemos-Stufe: Du brauchst hunderte protean crystals plus Anemos crystals. Standard ist das Mitlaufen in einem Zug, der von NM zu NM zieht, und AFK funktioniert hier schlicht nicht – du musst in Zugnähe permanent Gegner umlegen, sonst bricht dein Ertrag weg.
- Pagos und Pyros: die meistgehassten Gebiete, weil die frühen elementaren Level (besonders 20–26 in Pagos) eine brutale EP-Kurve haben. Rechne damit, parallel zum Leveln logographs und Kristalle zu farmen – eine einzige Relikt-Aufwertung frisst locker 50–100+ Materialien der Frosted-/Louhi-Kategorie.
- Hydatos und Eureka Fragments: Für den finalen Glanz brauchst du crystalline scales, Eureka fragments und einen Run durch The Baldesion Arsenal (BA) – eine 56-Spieler-Instanz, die ohne koordinierte Raidgruppe nicht fällt und die Materialien für das ultimative Leuchten droppt.
Realistisch ist eine Eureka-Waffe bis zur letzten leuchtenden Stufe ein Projekt von 40–80 Stunden, je nachdem wie lebendig die Population auf deinem Data Center ist. Und speziell BA hängt vor allem daran, überhaupt einen organisierten Run zu finden.
FFXIV Relic Weapon GrindThe expansion relic weapon questline farmed step by step.from 44 EURGet it doneBozja-Relikte (Shadowbringers): die Resistance Weapons
Die Resistance Weapons aus Bozja sind eine längere, kleinschrittigere Questreihe als Eureka, dafür sind die Gebiete selbst deutlich angenehmer. Du arbeitest dich durch den Bozjan Southern Front und danach durch Zadnor, sammelst mettle für deinen Resistance Rank und farmst die großen Critical Engagements sowie die Duelle.
Diese Währungs- und Materialmauern prägen den Grind:
- Loathsome Memories of the Dying / Sorrowful, Harrowing, Bitter, Loathsome Memories: Jede Aufwertungsstufe will 15–30 Stück eines bestimmten Memory-Typs, und die fallen aus Skirmishes und Critical Engagements (CEs).
- Compact Axles, Coatings und Pneumatites: Die mittleren Schritte verlangen diese Teile, oft 6–18 pro Waffe, und du ziehst sie aus den CE-Belohnungen in Bozja und Zadnor.
- Castrum Lacus Litore und Dalriada: Die beiden großen Allianz-artigen Raids in Bozja sind für bestimmte Schritte Pflicht und droppen die hochwertigen Materialien – besonders aus Dalriada kommt das Zeug für die finale Resistance Weapon (Augmented/Recollection).
Eine Bozja-Waffe komplett von null – inklusive Resistance Rank hochziehen, um die richtigen Gebiete freizuschalten – ist üblicherweise ein Aufwand von 30–50 Stunden. Jede weitere Waffe für dasselbe Job-Set nutzt deinen Gebietsfortschritt aber wieder mit, deshalb gehen Waffe zwei bis fünf spürbar schneller.
Wo die Zeit tatsächlich draufgeht
Es lohnt sich, hier genau zu sein, denn die langsamen Teile sind nicht die, die alle vermuten:
- Das elementare Leveln in Eureka (vor allem Pagos 20–26) ist die härteste reine Zeitmauer. Abkürzungen gibt es keine – nur ein volles Gebiet mit aktiven NM-Zügen.
- Resistance Rank und mettle in Bozja hängen fast komplett davon ab, wie viele CEs und Dalriada-/Castrum-Runs poppen, während du online bist. In einer toten Instanz kriecht es, in einer vollen fliegt es.
- Die großen Instanzen – Baldesion Arsenal, Castrum Lacus Litore, Dalriada – sind nicht schwer, sobald du in einer Gruppe steckst. Der eigentliche Blocker ist, die Gruppe zu finden, wenn du außerhalb der Primetime spielst.
Wann sich Zeit kaufen lohnt – und wann nicht
Relikt-Waffen sind reiner Kosmetik- und Completionist-Content. Fürs Raiden brauchst du sie nicht, eine Waffe mit gleichem Item Level fällt auch aus normalem Endgame-Loot, und deine Raid-Performance hängt an keiner Stelle daran, ob du eine besitzt. Genau dieser Rahmen ist wichtig, wenn es um Geld geht.
Ein Carry oder Boost ist ein sinnvoller Tausch von Geld gegen Zeit – aber nur in ein paar konkreten Situationen:
- Du hängst auf einem Data Center mit wenig Spielern, wo NM-Züge und CEs kaum poppen. Wenn du für eine Stunde Fortschritt drei echte Stunden auf spawnenden Content wartest, spart dir ein Service mit organisiertem Farm oder einem terminierten BA-/Dalriada-Clear locker ein ganzes Wochenende.
- Du willst genau ein Relikt fürs Glamour und hast null Interesse an den Gebieten. Eureka und Bozja sind Liebe oder Hass; wenn du dort hart abgeprallt bist, ist es absolut vertretbar, den Grind für die eine Waffe auszulagern, die du wirklich haben willst.
- Die letzten Gate-Schritte – konkret ein Baldesion-Arsenal-Clear für den Eureka-Glanz oder ein koordinierter Dalriada-Run für die letzten Bozja-Mats – sind die Stellen, an denen ein terminierter Carry echtes Organisationschaos abnimmt, das mit Skill überhaupt nichts zu tun hat. Wenn du irgendwas kaufst, dann den Run, den du selbst am schwersten zusammenbekommst.
Umgekehrt gilt: Spiel es einfach selbst, wenn eines davon zutrifft. Du bist auf einem gesunden Data Center wie Aether oder Gaia, wo dauerhaft Züge laufen; du magst das Field-Operation-Gameplay tatsächlich; oder du sammelst mehrere Relikte für dasselbe Job-Set (weil der Aufwand pro Waffe nach der ersten zusammenbricht und der Grind wirklich effizient wird). Und falls du unterwegs Gold kaufst, um Materialien oder Bequemlichkeit zu finanzieren: nur über eine Quelle, die deinen Account schützt – eine schnelle, saubere Lieferung ist mehr wert als ein Billigangebot, das dich am Ende auffällig macht.
Ehrliches Fazit: Eureka und Bozja belohnen Geduld und eine gut gefüllte Instanz weit mehr als Können. Entscheide dich für die Waffe, die du wirklich willst, schau dir an, wie lebendig dein Data Center ist – und heb dir jeden Euro für die Schritte auf, die an der Population hängen, wo das Zusammentrommeln einer Gruppe der eigentliche Preis ist, nicht das Spielen selbst.